Dr. Silke Reuther

 

Unter Ikonen versteht man aus kunsthistorischer Sicht Andachts- und Heiligenbilder,

die im Sinne von `Merkbildern` auf religiöse und spirituelle Zusammenhänge verweisen.

In Anknüpfung an diese ursprüngliche Bedeutung bezieht Claudia Schrader ihre Impulse aus sakralen Motiven wie Kanzeln oder Altären, die sie zeichenhaft abstrahiert. Aus dem Studium der sakralen Malerei und der Beschäftigung mit den großen mittelalterlichen Altären in Hamburg resultieren ihre Kenntnisse altmeisterlicher Malerei, die in diesen kleinen Bildern  (zwischen 24x18 und 40x40 cm) zur Anwendung gebracht wurden.

In zarten Lasuren liegt die Frabe transparent über dem schimmernden Gold und übt auf den Betrachter heute eine ähnliche Faszination aus, wie sie die Gottesdienstbesucher angesichts der Altäre vor über 600 Jahren erlebten.

Die Malerei damals wie heute dient auch dem Zweck mit Hilfe von Bildern einen Zugang zur Spiritualität zu ebnen.

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© Claudia Schrader